Liebe wallicado-Leserin, lieber wallicado-Leser,
als ich vor gut einem Jahr mit dem blog hier anfing schrieb ich einen meiner ersten Artikel über die wunderbaren Wirkungen von Selleriesaft.
Ich weiß von einigen meiner LeserInnen, dass sie ausprobiert haben, Selleriesaft zu trinken, es dann allerdings im Sande verlaufen ist. Ich möchte euch heute mal wieder daran erinnern, was für eine wunderbare Wirkung dieses vielleicht auf euch farblos und uninteressant wirkende Gemüse hat. Doch der Schein trügt.
Selleriesaft morgens auf nüchternen Magen trinken ist die einfachste Methode, deinem Körper etwas wirklich Gutes zuzuführen, so einfach, dass die Menschen ihm keine echte Wirkung zutrauen. Sie denken, sie müssten ihrem grünen Smoothie alles mögliche zufügen. Gemischte Säfte sind auch sehr wirksam, doch es geht nichts über Selleriesaft pur!

Seitdem ich vor gut 1 1/2 Jahren davon gehört habe, trinke ich täglich regelmäßig morgens nüchtern Selleriesaft. Es hat sich auch schon in meiner Familie rumgesprochen, denn meine Schwester hat das in ihrem Gedicht anläßlich meines runden Geburtstages, den ich in diesem Jahr hatte, erwähnt.
Doch was ist denn nun so besonders an Staudensellerie? Er entgiftet auf einfache Weise, indem er schädliche Bakterien, Hefe-, Schimmel- und andere Pilzkeime sowie Viren „aushungert“ und ihre Toxine und Zellreste aus dem Verdauungstrakt und der Leber ausschwemmt. Diese pathogenen Keime sind oft die Ursache von Entzündungen und durch das trinken von Selleriesaft aus Staudensellerie kommen erst gar keine Entzündungen im Körper auf. Der Körper kommt auch leichter mit allem zurecht, was das Leben an Herausforderungen mit sich bringt. Die Selleriestangen sorgen auch dafür, dass es den nützlichen Bakterien, die wir im Körper haben, gut geht.

Mit Staudensellerie wird im Darm ein eher basisches Millieu geschaffen. Das liegt daran, weil diese Pflanze sehr reich an bioaktivem Natrium ist. Durch industriell verarbeitete Nahrungsmittel nehmen die Menschen ja täglich Natrium, sprich Salz, zu sich. Bei Natrium im Selleriesaft handelt es sich um Varianten des natürlichen Natriums und etlicher Spurenelemente, insgesamt über 60, die extrem wirkungsvoll für uns sind. Sie wirken in unserem Körper symbiotisch und systemisch zusammen und sorgen dafür, dass toxische Säuren auch aus den letzten Winkeln und natürlich aus dem Darm vertrieben werden.
Außerdem enthält Staudensellerie Enzyme und Koenzyme, die die Magensäure verstärken. Dies erleichtert die Verdauung unserer Nahrung, beugt Fäulnisprozessen vor und schiebt somit allen möglichen Verdauungsstörungen einen Riegel vor. Die Elektrolyte im Staudensellerie sorgen auch für Stresserleichterung und reparieren unsere DNA.
Auch wenn du jung, gesund und in Topform bist und sagst, ach, das brauche ich alles nicht, emfehle ich dir anzufangen, täglich Selleriesaft zu trinken. Er gehört zu den größten Heilmitteln aller Zeiten! Wenn ich mal 2-3 Tage keine Möglichkeit habe, Selleriesaft zu trinken, z.B. im Urlaub, merke ich das sofort. Diesen Sommer hatte ich auf dem Kreuzfahrtschiff keine Möglichkeit, Selleriesaft zu trinken, doch es stand zum Glück ein Entsafter auf dem Frühstücksbuffet, mit dem ich mir dann anstatt Selleriesaft wenigstens Gurkensaft machen konnte.
Zum Zubereiten von Selleriesaft für eine Person für eine Woche kaufe ich 2 Bund Staudensellerie möglichst in Bio-Qualität.
Ich habe verschiedene Zubereitungsarten von Selleriesaft ausprobiert. Der Königsweg ist mit einem Entsafter, weil du da Selleriesaft ohne Zugabe von Wasser herstellen kannst, was natürlich das Optimum ist. Da schon ein Mixer in meiner Küche steht, verzichte ich vorerst darauf, mir auch noch einen Entsafter anzuschaffen, der relativ viel Platz in Anspruch nimmt. Daher bereite ich mir den Selleriesaft im Mixer (600 Watt) mit etwas Wasser zu.
Zutaten:
für eine Person für ein 150 – 200 ml Glas Selleriesaft:
2 Stränge Staudensellerie mit oder ohne Kraut, je nach Geschmack, möglichst in Bio-Qualität
¼ – ½ Tasse Leitungswasser
Zubereitung:
Staudensellerie waschen und in 2 cm große Stücke schneiden. Mit etwas Wasser in den Mixer geben und grob durchmixen. Evtl. noch etwas Wasser dazugeben und kleinmixen. Ein Mulltuch über ein Glas halten und 1/3 der Selleriemasse auf das Mulltuch geben. Mit der Hand den Saft auspressen, Mulltuch entleeren und diesen Vorgang noch 2x wiederholen.
Am Anfang empfindest du diese Arbeit vielleicht als etwas aufwändig, doch schnell erreichst du Routine. Bedenke, dass du hier etwas für deine Gesundheit tust, wofür du vielleicht in einer Kur oder bei einem Wellness-Wochenende viel Geld bezahlen würdest.

Optimal ist, wenn du mindestens 30 Minuten nach dem trinken von Selleriesaft Zeit vergehen lässt, bevor du Kaffee trinkst oder dein Frühstück zu dir nimmst. Versuche einfach, im Rahmen deiner zeitlichen Möglichkeiten den Selleriedrink in dein morgendliches Frühstücksritual zu integrieren. Auch wenn du es anders handhabst als hier beschrieben, wirst du trotzdem nach einiger Zeit die wunderbaren Wirkungen auf deinen Körper spüren.
Keine Zeit morgens?
Wasche und schneide den Staudensellerie schon am Vorabend, dann brauchst du morgens die Stückchen nur noch in den Mixer zu geben.
In vielen Läden findest du fertige grüne Smooties und Säfte. Sie werden als frisch und gesund oftmals teuer angepriesen. Ich möchte dir zu Bedenken geben, dass diese Säfte kaum den gleichen Effekt auf deinen Körper haben können, als ein Selleriesaft, den du dir selbst zubereitet hast. Schau‘ nur mal auf die Inhaltsstoffe dieser fertig gekauften Säfte: meistens ist ein hoher Gehalt an Äpfeln als Füllstoff in diesen Säften, weil Äpfel nun mal recht preiswert und das ganze Jahr über zur Verfügung sind. Die fertig gekauften Säfte sind auch alle auf irgend eine Art und Weise haltbar gemacht und unser Körper muss dann wieder Energie aufwenden, um sich die im Smoothie enthaltenen Nährstoffe für sich nutzbar zu machen.

(Foto vom Sommer auf unserer Terrasse – rot: Melonensaft, den trinkt meine Tochter, grün: Selleriesaft, den trink ich).

Danke,liebe Waltraud für deinen Gesundheitstip, da ich Sellerie nicht mag,Mixe ich den Saft mit Äpfeln , Ingwer und Möhren , geht das auch?
Ich schicke dir herzliche Grüße und wünsche dir einen angenehmen Sonntag☀️KarinG