Ich möchte heute über die Macht der Worte schreiben, die wir aussprechen. Es ist wichtig darauf zu achten, was wir über unseren Mund durch Ernährung unserem Körper zufügen. Genauso wichtig ist es darauf zu achten, was durch unseren Mund nach „draußen“ gelangt. Es gibt einen schönen Spruch, den du sicher schon einmal gelesen oder gehört hast:
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte,
achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen,
achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten,
achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter,
achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
(aus Talmud = mündliche Lehre der Gesetze und religiösen Überlieferungen des Judentums nach der babylonischen Gefangenschaft)

O ha, zu diesem Spruch könnte ich ja Seiten schreiben, doch ich will mich erstmal nur dem Thema Worte widmen. Worte sind sehr mächtig und sobald sie ausgesprochen sind, gibt es kein zurück mehr. Vielleicht erinnerst du dich an „mächtige Worte“ aus deiner Kindheit, die du von deinen Eltern, Großeltern oder anderen Sorgeberechtigten gehört hast. Bei mir hatten sich jahrzehntelang Worte meines Großvaters buchstäblich in meinem Gedächtnis eingebrannt ohne dass ich darüber nachdachte, welchen Wahrheitsgehalt sie für mich hätten. Als Kind nehmen wir Worte unserer Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten auf und glauben, dass diese Worte wahr sind. Manche Worte oder Sätze hören wir so oft, bis wir sie verinnerlicht haben.

Worte, die uns stärken – Worte, die uns schwächen
Dies gilt sowohl für wohlformulierte Worte, die uns stärken als auch für Worte, die uns schwächen oder sogar schaden. Daraus entwickeln sich im Laufe der Jahre sogenannte Glaubenssätze, die wir dann für den Rest unseres Lebens mit uns herumtragen. Wenn du in deiner Kindheit viele stärkende Glaubenssätze mit auf den Weg bekommen hast dann gratuliere ich dir! Du bist standhaft und schöpfst für deine Herausforderungen im täglichen Leben immer wieder Kraft daraus. Vielleicht hast du als Kind von deinen Eltern/Sorgeberechtigten oft Sätze gehört wie: schön, dass es dich gibt, du machst das toll, wir lieben dich, wir achten dich, wir fördern deine Talente usw.

Welche Worte hast du als Kind oft gehört?
Vielleicht hast du überwiegend Sätze gehört wie: lass das sein, du bist dumm, du kannst das nicht, du bist zu dick, du bist zu klein, du bist hässlich, das darfst du nicht. Dann kann es sein, dass du diese Glaubenssätze so verinnerlicht hast, dass sie dich dein ganzes Leben in Bezug auf deine Entscheidungen und Handlungen prägen. Es sei denn, du machst es dir bewußt und fängst an, diese Glaubenssätze zu hinterfragen, welchen Wahrheitsgehalt sie jetzt für dich als Erwachsenen haben.
Als Kind sind wir abhängig von unseren Eltern. Wir haben keine eigene Wohnung, wir können uns nicht alleine versorgen und passen uns daher an, um diese Fürsorge nicht zu riskieren oder gar zu verlieren. Wir akzeptieren die Worte, die uns gesagt werden. Als erwachsener Mensch dann haben wir uns aufgrund der Glaubenssätze, die wir durch unsere Erziehung bekommen haben, längst angepaßt und passen uns weiterhin an, obwohl wir es „nicht mehr nötig haben“.
Wenn es dich weiter interessiert, dann lies bitte hier in meinem blog den Beitrag Worte Teil 2.