Sonntagsbrötchen

Liebe Leser/innen,

ich möchte euch heute ein Power-Rezept (lange Teigführung) für leckere Vollkornbrötchen geben. Ich nenne sie Lillia-Brötchen, weil ich den Teig dazu von meiner Freundin Lillia Fader gelernt habe, die das Kochbuch „EINFACH, SCHNELL, VITAL“ geschrieben hat. (ISBN: 9783732249916, Verlag BoD – books on demand, Norderstedt).

Das Rezept ergibt 12 Brötchen, die ich portionsweise für meine Familie und mich einfriere, falls überhaupt welche übrigbleiben. So habe ich immer einen schönen Vorrat und überrasche auch spontanen Besuch mit dieser Köstlichkeit. Diese Brötchen sind wirklich etwas Besonderes. Sie werden aus verschiedenen, vorzugsweise aus 3 bis 4 Vollkornmehl-Sorten hergestellt. Eine Beimischung von alten Getreidesorten wie Kamut-, Emmer- oder Einkornmehl geben diesen Brötchen ihren  einzigartigen Geschmack. Zum „verzieren“ nehme ich Sesam-, Sonnenblumen- und Leinsamenkörner.

Ich bin fasziniert von diesem Tipp meiner Freundin und es kommen mir seitdem keine anderen Brötchen mehr auf den Tisch. Ich bereite meistens den Teig am Freitagabend zu, so haben wir Sonntagsmorgens leckere frische Brötchen. Meine Familie ist begeistert!

Zutaten:

500 g Kamut (frisch gemahlen)*

250 g Dinkel-, Buchweizen-, Hirse-, oder Einkornmehl (frisch gemahlen)*

4 Gramm frische Bio-Hefe

(kaufe einen Würfel frische Bio-Hefe a ca. 40g, teile ihn in 10 Teile, nimm davon 1 Teil und friere die restlichen Portionen ein). Vorteil: du hast du immer einen Vorrat an Hefe zu Hause.

1  1/2 Teelöffel Himalaya-Salz oder anderes Steinsalz

ca. 500 ml lauwarmes Wasser

*am wertvollsten sind Mehle aus vollem Korn, d.h. vor dem Backen frisch gemahlen. Wer keine Möglichkeit hat, selbst Getreide zu mahlen, der kauft zu Anfang fertige Vollkornmehle oder lässt im Bioladen Getreide frisch mahlen.

 

Zubereitung:

In einer Schüssel (z.B. Tupperschüssel mit blubb-Deckel) die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen. Salz unter die Mehlmischung rühren. Nach und nach das Mehl zum Wassergeben und kräftig verkneten. Der Teig sollte homogen, nicht zu weich, jedoch auch nicht zu hart sein. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzufügen.

Wenn der Teig eine schöne Konsistenz hat, setzt du den Deckel drauf und stellst die Schüssel für zwei Tage in den Kühlschrank. Ich verwende mittlererweile einen Gärsack (Plastikbeutel ohne Weichmacher zur Teigreifung) und stelle die Schüssel ohne Deckel im Gärsack in den Kühlschrank. Einmal am Tag herausnehmen und schön durchkneten. Wieder in den Kühlschrank stellen. Am Vorabend die Schüssel mit dem Teig herausnehmen und zugedeckt über Nacht in der Küche stehen lassen.

Am Tag der Zubereitung

Am Tag der Zubereitung den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche nochmal durchkneten und in zwei Teile teilen. Am besten geht das mit dem Teigschaber. Parallel dazu Backblech vorbereiten: Backblech mit Butter einfetten und zur Seite stellen. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Sesam-, Sonnenblumen- und Leinsamenkörner zum verzieren auf einem flachen Teller bereitstellen.

Den ersten Teil des Brötchenteigs zu einer Rolle formen. Mit dem Teigschaber daraus den Teig in sechs gleichgroße Portionen teilen und zu kleinen Kugeln formen. Wer möchte, kann auch eine Waage benutzen, um die Brötchen gleich groß zu bekommen. Die geformten Brötchen mit der Oberseite in Sesam-, Sonnenblumen- oder Leinsamenkörnern wälzen und aufs Backblech setzen. Ich mache immer von jeder Körnersorte vier Brötchen. Du kannst jedoch auch andere Körner oder Haferflocken nehmen oder die Brötchen ganz ohne Körner aufs Blech setzen. Die zweite Hälfte des Teigs genauso verarbeiten.

Vorfreude

Nun sitzen alle 12 Brötchen schön verziert auf dem Backblech und du freust dich schon mal beim Anblick. Das Blech noch 20 Minuten im Gärsack oder abgedeckt mit einem sehr leichten Geschirrtuch in der Küche stehen lassen. Wenn der Ofen auf 200 Grad vorgeheizt ist, mit einer Blumenspritze, gefüllt mit warmem Wasser,  die Brötchen besprühen. Dann rein in den Ofen (mittlere Schiene) und bei 200 Grad Ober/Unterhitze 18 Minuten backen. Wenn die Brötchen nach dieser Zeit noch keine schöne Farbe angenommen haben, auf Oberhitze schalten und die Brötchen noch 4-5 Minuten im Ofen bräunen.

Dann raus aus dem Ofen und  noch mal besprühen, dann alle Brötchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Fertig ist dein Kunstwerk!

Es mag dir am Anfang mühsam und langwierig erscheinen, dieses Brötchen-Rezept nachzubacken. Probier es aus, wenn du mal genug Zeit und Muße hast. Du wirst begeistert sein! Mit jedem Mal fällt es dir leichter, wie bei allen neuen Dingen im Leben. Der Vorteil: du hast für dich und deine Familie  leckere Brötchen mit vollwertigen Zutaten. Besonders wenn du Familienmitglieder in deinem Haushalt hast, die unter der Woche ein Frühstück mit zur Arbeit/in die Schule/Kita oder Kindergarten mitnehmen, kannst du sicher sein, dass sie als Zwischenmahlzeit etwas „Ordentliches“ essen.

Guten Appetit und Gutes Gelingen wünscht dir deine wallicado.

(Mit freundlicher Unterstützung von Lillia Fader)

 

 

 

2 Replies to “Sonntagsbrötchen”

    1. Danke Julija. Es ist etwas zeitintensiv, doch es lohnt sich mit dem Brötchenbacken. Vollkornbrötchen aus frisch gemahlenem Getreide enthalten alle Vitamine, die unser Körper braucht. Wenn du keine Zeit zum kochen hast, ersetzt so ein Brötchen mit einem Belag deiner Wahl eine Mahlzeit und macht richtig schön satt. Ich wünsche dir beste Gesundheit und viel Erfolg mit deinem Unternehmen. Liebe Grüße Waltraud

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