Ich bin in den 60er Jahren auf einem Bauernhof mit Landwirtschaft und Weinbau aufgewachsen.
Wenn es an der Zeit war, etwas gegen die Schädlinge im Weinberg zu tun, standen bei uns im Hof hochgiftige Insektenschutzmittel frei herum. Mein Vater rührte die „Giftbrühe“ an, sie wurde in Behälter gefüllt und dann fuhr er mit dem Traktor damit in den Weinberg. Teilweise wurde diese Brühe von meinem Vater und Großvater mittels eines manuellen Sprühgerätes per Hand in den Weinbergen auf Blätter und Triebe ausgebracht. Sie atmeten hochgiftige Substanzen ein, die dadurch in ihren Körper gelangten. Früher dachte ich mir kaum etwas dabei, denn es war für uns Kinder normal.

Mein Vater ernährte sich gesund, es gab überwiegend Obst und Gemüse von unserem eigenen Bauernhof und Milch und Fleisch von Kühen und Schweinen, die auf unserem Hof gehalten wurden. Er hatte auch genug Bewegung durch die körperliche Arbeit auf dem Hof, in Feld und Weinbergen. So gesehen ein ideales Leben was Ernährung und Bewegung anbelangt. Zugegeben, es sind meine Mutmaßungen die mich jetzt nach so vielen Jahren mit meinem neuen Wissen veranlassen darüber nachzudenken, dass die Ursache seiner späteren schweren Erkrankungen unter anderem auch möglicherweise die Aufnahme von Toxine gewesen sein könnte.

Bei dieser Betrachtungsweise betrete ich ein Feld, das in der heutigen Zeit noch wenig beachtet wird. Wir hören, sehen und lesen von vielen degenerativen Erkrankungen. Wir finden uns damit ab, dass wir im Alter pflegebedürftig und krank sein werden, ja wir stellen uns buchstäblich darauf ein. Wir sehen Reportagen aus Pflegeheimen mit Bildern, auf denen alte Menschen auf Hilfe von Pflegekräften oder Rollatoren angewiesen sind. Wir sagen „das ist halt so“ und „jeder hat etwas im Alter“ und finden uns damit ab. Wir denken kaum mal darüber nach, was denn die Ursache all dieser Krankheiten sein könnte. Wir haben uns auch schon daran gewöhnt, dass Menschen mit 30, 40 oder 50 Jahren erkranken.
Wenn wir zum Arzt gehen und fragen was wir tun können, damit wir gesund bleiben erhalten wir kaum Antworten, die uns wirklich weiterhelfen. Vor Jahren war ich mal bei einem lustig/informativen Vortrag von Dr. Spitzbart aus Salzburg. Ich versuche weiterzugeben, was er etwas sarkastisch schilderte. Wir gehen zum Arzt und fragen: Herr Doktor/Frau Doktor, was kann ich tun, damit ich gesund bleibe? Dann antwortet der Arzt: das weiß ich nicht, das habe ich nicht gelernt, komm wieder, wenn du krank bist, mit Krankheiten kenne ich mich aus.
Wir sind auf der Welt, um in völliger Gesundheit zu leben. Völlige Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Es ist für mich täglich ein wunderbares Gefühl aufzustehen und völlig gesund zu sein und ich bin dafür sehr dankbar. Ich möchte dich dazu ermuntern dir bewußt zu machen, dass du selbst Einfluß auf deine völlige Gesundheit hast. Fang einfach mit kleinen Schritten an. Tägliche Entgiftung ist neben bewußter Ernährung, Bewegung, Achtsamkeit und ausreichend Schlaf ein erster wichtiger Schritt. (Zu den Themen Achtsamkeit und Bewegung demnächst mehr in meinem blog).
Doch zurück zum Thema Herbizide und der Geschichte von meinem Vater und Großvater mit unserem Landwirtschafts- und Weinbaubetrieb. Wir haben heute buchstäblich noch die Herbizide von unseren Vorfahren im Körper, denn diese Gifte sind sehr hartnäckig.

Schon mal was von Dichlordiphenyltrichlorethan gehört?
DDT, (ausgesprochen: Dichlor-diphenyl-trichlor-ethan) z.B. wurde ab den 40er Jahren als Kontakt- und Fraßgift sehr gepriesen und in hohem Maße auf unsere Böden ausgebracht. Es hatte eine gute Wirksamkeit gegen Insekten, eine geringe Toxidität für Säugetiere und es konnte einfach hergestellt werden. Es war jahrzehntelang das weltweit meistverwendete Insektizid. Nach und nach stellte man jedoch fest, dass es sich im Gewebe von Menschen und Tieren am Ende der Nahrungskette anreicherte. Greifvögel z.B. legten Eier mit dünneren Schalen und DDT geriet insgesamt unter Verdacht, beim Menschen Krebs auslösen zu können.
Wenn es dich interessiert, bitte lies Herbizide Teil 2 hier in meinem blog.