Schön, dass du den ersten Teil meines Artikels über die Macht der Medien gelesen hat und es dich interessiert, wie’s zu diesem Thema weitergeht. Ich habe im Teil 1 versucht, dir bewußt zu machen, welche – unbewußte – Macht die Medien auf uns haben und wie versucht wird, uns zu manipulieren.
Illusionen
Es wird versucht, uns eine Illusion zu verkaufen. Ich habe mal in einem Buch einen schönen Satz gelesen, den ich hier in etwa versuche, wiederzugeben. „Illusionen entstehen dadurch, dass wir das glauben, was uns suggeriert wird ohne uns zu fragen, welchen Wert es für uns hat“. Täglich arbeiten Tausende kreativer Menschen in Werbeagenturen daran, Illusionen für uns zu entwickeln. Ich schaue mir gerne Werbung an. Seitdem ich weiß, wie versucht wird, uns durch Werbung zu manipulieren, schaue ich sie mir allerdings aus einer anderen Perspektive an.
Ich schaue mir das an und frage mich: brauche ich das, was ich da sehe? Bringt es mich weiter auf meinem Lebensweg, wenn ich das Produkt/die Dienstleistung erwerbe? Ist es ein gutes L E B E N S – Mittel für mich? (In dem Wort Lebensmittel steckt das Wort „Leben“, d.h. alles was frisch und unverändert ist, alles andere sind keine Lebensmittel, sondern Nahrungsmittel).

Frage dich öfters: bringt es mich weiter im Leben was ich da sehe, lese, höre?
Ich möchte dich dazu ermuntern, öfters mal innezuhalten und Dinge zu hinterfragen. Frage dich, was du von ständiger Dauerberieselung durch Fernsehen, Radio, Internet, Werbung hast? Was macht es mit dir, was du da täglich siehst? Was machen die Bilder über Gewalt, Katastrophen, Leid, virtuelle Szenarienen mit dir? Inwieweit beeinflussen dich Worte aus den Nachrichten wie Krisen, Altersarmut, Krebs, Dauerregen, Messerattacken? Bringt dich das weiter in deinem Leben? Bereichert es dein Leben? Welchen Wahrheitsgehalt hat es für dich, was du da siehst, hörst, liest? Stimmen die Informationen in den Nachrichten?
Vielleicht sagst du, das ist halt so in unserer heutigen Zeit, das ist der Lauf der Dinge. Wenn in deinem Leben alles in Ordnung ist, deine work-life Balance ausgeglichen ist, du erfolgreich bist bei allem was du tust, wunderbare Beziehungen zu deinen Mitmenschen hast und dich bester Gesundheit erfreust dann beglückwünsche ich dich! Dann brauchst du kaum weiterzulesen hier auf meiner Seite.
Wenn du jedoch beim Lesen dieser Zeilen bemerkst, dass es in einigen Bereichen in deinem Leben Verbesserungsbedarf gibt, lies weiter. Vielleicht ist dir unbewußt, wie die Medien dein Leben beeinflussen, denn es geschieht ja, ohne dass du es merkst. Wie die Worte, die du täglich aus den Medien hörst, dein Leben beeinflussen. (mehr zum Thema Worte findest du hier in meinem blog).

Dein Leben wird leicht und entspannt
Was hast du davon, wenn du einmal hinterfragst, welchen Wert es für dich hat, was du dir im Fernsehen oder Internet anschaust und im Radio hörst? Nun, wenn du dich dafür entscheidest, diesen Weg mal auszuprobieren, wird dein Leben mit der Zeit einfach entspannter, angenehmer, heiterer, ruhiger und damit leichter. Du hast weniger das Bedürfnis, dieses oder jenes besitzen oder diese oder jene Sendung anschauen zu müssen um dich damit besser zu fühlen.
So unter dem Motto: weniger ist mehr merkst du Schritt für Schritt, wie du Ballast abwirfst. Wenn du öfters mal Fernseher, Radio und Internet ausgeschaltet lässt, ruhst du buchstäblich in dir selbst. Es kommen nach und nach wieder deine ursprünglichen Talente und deine Kreativität zum Vorschein. Das, was dich wirklich ausmacht, deine Einzigartigkeit, das, was nur du kannst.

Schärfe deinen Blick
Schritt für Schritt erfreust du dich auch wieder mehr an der Natur und nimmst Dinge wahr, die vorher für dich unsichtbar waren: ein Schmetterling, der Aufgang des Mondes oder ein Sonnenuntergang, verschiedene Schattierungen des Himmels. Du schärfst auch deinen Blick für Menschen und Situationen und dein Leben wird mit der Zeit insgesamt entspannter. Du lässt dich weniger treiben von dem was um dich herum geschieht. Du ruhst in dir selbst und lässt dich daher seltener von deinen Mitmenschen „aus der Ruhe“ bringen.
Übe öfters mal einfach nur dazusitzen, ohne etwas zu „tun“, sondern nur zu „sein“. Das beruhigt deinen Geist und du wirst nach und nach weniger anfällig für Streß.
