Das ganze Leben ein Geschenk Teil 1

 

Liebe wallicado-Leserin, lieber wallicado-Leser,

 

als Michael Schumacher vor Jahren den schweren Skiunfall hatte, nahm fast die ganze Welt teil an seinem Schicksal und damit dem seiner Frau und den Angehörigen. Auch ich verfolgte die Nachrichten von unserem Rennfahrer-Idol immer und immer wieder und wir alle hofften, dass die Befürchtungen die es gab, niemals eintreten würden. Sollte das schöne Leben von diesem tollen, erfolgreichen, sympatischen Mann sich von heute auf morgen um 180 Grad drehen? Wir wollten es einfach nicht wahrhaben, doch nach vielen Berichterstattungen dämmerte es uns langsam, dass Michael Schumacher aufgrund seines Skiunfalls dauerhaft schwerbehindert sein würde.

 

 

Alle diejenigen von uns, die schwerbhinderte Angehörige pflegen erinnern sich bestimmt an den Moment, wo ihnen jemand mitgeteilt hat, dass die nahestehende Person einen schweren Unfall, eine schwere Krankheit oder Behinderung hat. Bei mir war es der Moment, als im Frühjahr 1995 das Telefon klingelte und der Arzt anrief, sie hätten bei meiner Tochter bei der Computertomographie etwas übersehen, es wäre doch etwas nicht in Ordnung…..

 

Ich wollte es nicht wahrhaben, dass meine Tochter dauerhaft eine schwere Behinderung hätte, suchte Schuldige, war wütend, funktionierte nur und so ging das eine zeitlang vor sich hin. Ist ja auch verständlich, dass man nach so einer Nachricht nicht gleich zur Tagesordnung übergehen kann. Heute, während ich diesen Artikel schreibe, ist meine Tochter 25 Jahre alt und führt – trotz ihrer Schwerbehinderung ein schönes Leben und ich mit ihr.

 

Doch wie haben wir das geschafft?

 

Gemäß meinem Anspruch hier in diesem blog aufzuklären, zu informieren und Lösungen anzubieten möchte ich allen Leserinnen und Lesern, die in einer ähnlichen Situation sind, Mut zusprechen. Einige von euch haben vielleicht Eltern zu pflegen, die an Alzheimer oder Demenz erkrankt sind oder sich um einen Partner oder eine Partnerin kümmern, wo die Diagnose Multiple Sklerose ist, andere sehen sich mit der Situation konfrontiert, sich dauerhaft intensiv um eigene Kinder oder Geschwister mit angeborenen Behinderungen zu kümmern. Vielleicht ist das „handicap“, wie ich die Rubrik hier in meinem blog nenne, auch wie bei Michael Schumacher durch einen Unfall eingetreten.

 

Egal was es sein mag, jeder von kann lernen, diese Herausforderung zu meistern, anstatt anderen die Ohren vollzujammern, sich in extreme Sportarten zu flüchten, Süchten zu verfallen oder depressiv zu werden. Du bist nicht auf der Welt, um durch diese Situation den Rest deines Lebens in Leid, Sorgen, Armut und Mangel zu verbringen. Der erste Schritt, diese Herausforderung zu meistern ist akzeptieren. Sage: ich akzeptiere die Situation, wie sie ist. Wenn es dir schwerfällt, dann übe das ein paar Tage bis du alles, was dir in Bezug auf die Pflege und Betreuung deines/deiner Angehörigen akzeptieren kannst.

 

 

Dann ist der Weg frei für Freude und Fülle und im zweiten Teil dieses Artikels erfährst du dann, was ich mit der Überschrift „das ganze Leben ein Geschenk“ in Bezug auf deine Situation meine.

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